Das Hospiz

Über uns

Seit 1996 betreibt die Evangelische Perthes-Stiftung das Hospiz in Lüdenscheid. Für acht Gäste bietet es ein Zuhause für die letzte Lebensphase.

Das insgesamt 21-köpfige Team, das aus Verwaltung, (Teilzeit-)Pflegekräften, Küchenpersonal und Hausmeister besteht, arbeitet mit ganzem Herzen als Wunscherfüller. So hat es im Hospiz Lüdenscheid bereits eine Hochzeit gegeben, kurz bevor der Bräutigam verstarb. Auch eine vorgezogene Weihnachtsfeier gab es bereits in unserem Haus – inklusive Tannenbaum im Festschmuck, Bescherung mit allen Enkeln und Weihnachtsliedern. Was immer sich unsere Gäste noch ersehnen – wir sind sehr flexibel und tun alles, was in unserer Macht steht dafür, dieses möglich zu machen.

In vertrauensvoller Zusammenarbeit kooperiert das Hospiz Lüdenscheid mit den örtlichen Krankenhäusern, dem Palliativmedizinischen Konsiliardienst Lüdenscheid-Olpe, mit Ärzten und Einrichtungen für Menschen im Alter. Fester Kooperationspartner ist zudem der ambulante Hospizdienst „Arche Lüdenscheid e.V.“. Wenn Gäste aus der ambulanten Begleitung in das stationäre Hospiz wechseln, kommen die Ehrenamtlichen in der Regel mit.

Hochprofessionelle Palliativversorgungnach dem christlichen Menschenbild

Die Begleitung von Menschen in ihrer letzten Lebensphase ist uns ein besonderes Anliegen. Unsere Gäste erleben eine hochprofessionelle Palliativ-Versorgung und eine liebevolle Begleitung, die geprägt ist von unserem inneren Fundament: dem christlichen Menschenbild.

Unser Leitbild schließt die Achtung der Würde, der Einzigartigkeit und der Lebensleistung unseres Gastes ein.

Jeder Gast soll wissen: Ich bin keine Last, die Mitarbeitenden halten das Sterben mit mir und bei mir aus.

Unser Selbstverständnis

Im Mittelpunkt all unserer Arbeit stehen unsere Gäste mit ihren ganz individuellen Wünschen und Bedürfnissen. Wir bemühen uns, jedem Menschen, der zu uns kommt, seine verbleibende Lebenszeit so angenehm wie möglich zu gestalten. Hierzu gehört ein Höchstmaß an Individualität und Selbstbestimmung. Wunschkost in alle Richtungen ist für unser engagiertes Team eine Selbstverständlichkeit. Dies gilt auch für den Fall, dass der Gast kein Essen mehr wünscht, was selbstverständlich respektiert wird.

In persönlichen Gesprächen mit dem Gast und den Angehörigen werden zu Beginn die Bedürfnisse, Vorlieben und Abneigungen geklärt. Auf dieser Basis bieten wir – unterstützt durch ehrenamtlich Engagierte – Wohlfühlanwendungen an, z. B. mit Düften, Lichttherapie, Hand-, Fuß- und Kopfhautmassagen und Musik.

Wichtig sind Gespräche – nicht nur mit dem Gast sondern auch mit seinen An- und Zughörigen. Rituale sind ein weiterer Baustein der Arbeit. Wenn ein Gast verstorben ist, bietet das Hospiz den Hinterbliebenen eine Aussegnungsfeier an – aber nur, wenn dies auch gewünscht wird. Als besonders schön wird die Feier des Ewigkeitssonntags empfunden, zu der wir alle Angehörigen der im betreffenden Jahr Verstorbenen einladen. Mit einer Kerze und dem Verlesen des Namens wird noch einmal gemeinsam der ehemaligen Gäste gedacht.

Impressionen

Hospizbewegung

In der Hospizbewegung geht es um die Anerkennung der Würde des Menschen. Es geht darum zu sagen: „Dieser Mensch ist wichtig, und zwar bis zum letzten Atemzug seines Lebens“. Es geht um die Beziehungen zwischen Menschen und um ihren eigenen Zugang zu dem, was sie für wahr halten. Die Hospizbewegung begleitet sterbenskranke Menschen und ihre An- und Zugehörigen. Eine alte kirchliche Tradition wird in der Hospizbewegung unserer Zeit neu belebt. Die Hospizarbeit will Voraussetzungen schaffen, dass unheilbar kranke Menschen bis zuletzt ihr Leben selbstbestimmt, umsorgt und in Würde leben. 

Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage, sondern den Tagen mehr Leben zu geben.

Diese Aussage soll uns in unserer täglichen Arbeit motivieren, genau das zu erreichen. Wir wollen eine Herberge sein und den Sterbenden einen Platz unter uns Lebenden geben, einen Platz, an dem sie ein Leben in Würde bis zuletzt erfahren dürfen. Eine aktive Sterbehilfe lehnen wir ab, ebenso wie eine Lebensverlängerung um jeden Preis.

Träger

Wir sind eine Einrichtung der Evangelischen Perthes-Stiftung e. V., einem überörtlichen diakonischen Träger mit Einrichtungen und ambulanten Diensten im Bereich der Diakonie Rheinland-Westfalen Lippe e.V. Hier werden Menschen im Alter, Menschen mit Behinderungen, Menschen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten und Menschen in der letzten Lebensphase begleitet.

www.perthes-stiftung.de

Kuratorium

Die Arbeit jeder Einrichtung der Evangelischen Perthes-Stiftung e.V. wird von einem ehrenamtlichen Kuratorium begleitet. Ihm gehören die hauseigenen Leitungsverantwortlichen, jeweils der oder die Vorsitzende der Mitarbeitervertretung und des Beirates, die Geschäftsbereichsleitung und ein Vertreter des Vorstands der Evangelischen Perthes-Stiftung e.V. an. Eine wichtige Ergänzung dieses Gremiums sind Vertreterinnen und Vertreter aus Kirchengemeinde und Kommunalgemeinde. 

Aufgabe ist dabei laut Kuratoriumsordnung, die Begleitung und Förderung der Arbeit der Einrichtungen beispielsweise durch Vermittlung von Kontakten, Einbindung in die Kirchengemeinden und Kommunen, Vernetzung in den Sozialraum sowie Anregungen für die konzeptionelle Gestaltung der Arbeit.